Stress, Erschöpfung und innere Unruhe – wenn dein Körper nicht mehr richtig abschalten kann
Du bist müde, aber kannst trotzdem nicht richtig abschalten?
Du hast das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen?
Vielleicht schläfst du, fühlst dich morgens aber trotzdem nicht erholt. Vielleicht bist du schneller gereizt, kannst dich schlechter konzentrieren oder bemerkst, dass dein Körper ständig angespannt ist.
Manchmal zeigt sich Belastung auch ganz anders: durch Kopfschmerzen, Verspannungen, Verdauungsprobleme, innere Unruhe oder das Gefühl, irgendwie nicht mehr richtig bei sich zu sein.
Stress findet nicht nur im Kopf statt. Er kann sich im ganzen Körper zeigen.
Und genau deshalb lohnt es sich, bei anhaltender Belastung nicht nur auf die Gedanken zu schauen, sondern auch auf den Körper.
Stress ist zunächst einmal nichts Schlechtes
Stress hat einen wichtigen Sinn.
Wenn eine Situation unsere Aufmerksamkeit oder unsere Leistung fordert, stellt sich unser Körper darauf ein. Wir werden wacher, unsere Aufmerksamkeit steigt und unser Körper stellt Energie zur Verfügung.
Kurzfristig kann das sehr hilfreich sein.
Problematisch kann es werden, wenn aus einer vorübergehenden Aktivierung ein Dauerzustand wird.
Wenn zwischen Anspannung und Erholung kaum noch ein Wechsel stattfindet, kann sich das irgendwann bemerkbar machen.
Vielleicht funktioniert dein Körper lange Zeit einfach weiter.
Bis er irgendwann deutlichere Signale sendet.
Wenn der Körper ständig auf „Bereitschaft“ ist
Unser vegetatives Nervensystem spielt dabei eine wichtige Rolle.
Es steuert zahlreiche Körperfunktionen, die wir nicht bewusst kontrollieren müssen, und hilft unserem Körper, auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren.
Bei Belastung kann der Körper beispielsweise Herzschlag, Atmung und Muskelspannung verändern.
Das ist sinnvoll, wenn du gerade etwas leisten oder bewältigen musst.
Nach der Belastung braucht dein Körper jedoch auch wieder die Möglichkeit, in einen Zustand der Erholung zurückzufinden.
Anspannung und Entspannung gehören beide zu einem gesunden Regulationsprozess.
Wenn die Erholungsphasen fehlen, kann das System zunehmend gefordert sein.
Warum Abschalten manchmal so schwer ist
Vielleicht kennst du das:
Der Arbeitstag ist vorbei.
Eigentlich möchtest du dich entspannen.
Doch dein Kopf arbeitet weiter.
Du gehst den nächsten Tag durch, denkst über Gespräche nach, planst Termine oder beschäftigst dich mit Dingen, die noch erledigt werden müssen.
Und während der Kopf weiterarbeitet, bleibt auch der Körper angespannt.
Die Schultern sind hochgezogen.
Der Kiefer ist fest.
Der Atem ist flach.
Der Bauch fühlt sich angespannt an.
Du liegst im Bett und möchtest schlafen – aber dein System scheint noch nicht bereit dafür zu sein.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie eng körperliche und mentale Prozesse miteinander verbunden sind.
Der Körper kann lernen – aber auch verlernen, loszulassen
Unser Körper passt sich an.
Das ist eine grosse Stärke.
Wenn Belastung jedoch über längere Zeit anhält, kann sich auch ein bestimmtes Spannungsmuster entwickeln.
Vielleicht bemerkst du deine Anspannung irgendwann gar nicht mehr.
Sie fühlt sich normal an.
Erst wenn du bewusst zur Ruhe kommst, stellst du fest:
„Eigentlich bin ich überall angespannt.“
Genau hier kann Körperarbeit interessant werden.
Nicht weil sie Stress einfach „wegmassiert“.
Sondern weil sie dir helfen kann, deinen Körper wieder bewusster wahrzunehmen.
Was kann KomplementärTherapie beitragen?
Als KomplementärTherapeutin arbeite ich ressourcenorientiert, körperzentriert und prozessbegleitend.
Das bedeutet: Wir betrachten nicht nur das, was gerade schwierig ist.
Wir schauen auch auf das, was bereits funktioniert.
Welche Ressourcen hast du?
Was gibt dir Kraft?
Was hilft dir, dich zu erholen?
Was tut deinem Körper gut?
Und wo gibt es vielleicht Möglichkeiten, wieder mehr Ausgleich in deinen Alltag zu bringen?
Dabei kann die körpertherapeutische Arbeit eine wichtige Rolle spielen.
Reflexzonentherapie – ein Zugang über das Nervensystem
Die Reflexzonentherapie bietet mir verschiedene Möglichkeiten, gezielte reflektorische Reize zu setzen.
Dabei arbeite ich nicht nur an den Füssen.
Auch Ohr- und Handreflexzonen, segmentale Techniken, myofasziale Triggerpunkte, Narbenbehandlung oder Schröpftechniken können – je nach therapeutischem Prozess – zum Einsatz kommen.
Gerade bei Menschen, die sich sehr angespannt fühlen, kann ein reflektorischer Zugang interessant sein.
Manche Menschen nehmen während oder nach einer Behandlung wahr, dass sich ihre Atmung verändert, die Spannung nachlässt oder sie sich ruhiger fühlen.
Das ist individuell und kein garantierter Behandlungseffekt.
Für mich ist vielmehr interessant, wie dein Körper auf die gesetzten Reize reagiert und was sich daraus für den weiteren therapeutischen Prozess ergibt.
Strukturelle Integration – wenn Spannung körperlich geworden ist
Auch die Strukturelle Integration kann bei Stress und Erschöpfung interessant sein.
Denn anhaltende Belastung kann sich in unseren Bewegungs- und Haltungsmustern widerspiegeln.
Vielleicht hältst du unbewusst Spannung im Nacken.
Vielleicht bewegst du deinen Brustkorb wenig.
Vielleicht spannst du deinen Bauch ständig an oder belastest deine Füsse und Beine asymmetrisch.
In der Strukturellen Integration arbeite ich direkt am Körper und an den faszialen Strukturen.
Dabei geht es nicht darum, dich „zurechtzurücken“.
Es geht darum, Spannungs- und Bewegungsmuster wahrzunehmen und neue Möglichkeiten zu schaffen.
Meine besondere Stärke: zwei Methoden, ein individueller Prozess
Hier kommt wieder etwas ins Spiel, das meine Arbeit besonders macht:
Ich arbeite mit zwei Methoden der KomplementärTherapie – Reflexzonentherapie und Struktureller Integration.
Das gibt mir verschiedene therapeutische Möglichkeiten.
Manchmal kann eine reflektorische Behandlung der bessere Einstieg sein.
Manchmal braucht es eher die direkte Arbeit am Körper.
Und manchmal ergänzen sich beide Methoden innerhalb eines therapeutischen Prozesses.
Ich entscheide nicht nach einem festen Schema.
Ich schaue, was sich im Prozess zeigt und welche Behandlung fachlich sinnvoll ist.
Du musst nicht wissen, welche Methode du brauchst.
Das ist meine Aufgabe als Therapeutin.
Auch mentale Ressourcen gehören dazu
Neben meiner körpertherapeutischen Arbeit bin ich Mentaltrainerin und zertifizierte Resilienztrainerin.
Das bedeutet nicht, dass ich körperliche Beschwerden einfach mit positivem Denken erklären möchte.
Im Gegenteil.
Für mich gehören Körper und mentale Prozesse zusammen.
Resilienz bedeutet nicht, immer stark zu sein oder alles auszuhalten.
Es bedeutet vielmehr, mit Herausforderungen umgehen zu können, die eigenen Ressourcen zu kennen und nach Belastungen wieder zurück in einen stabileren Zustand zu finden.
Manchmal bedeutet Resilienz deshalb auch:
eine Pause zu machen.
Nein zu sagen.
Hilfe anzunehmen.
die eigenen Grenzen wahrzunehmen.
oder sich bewusst Zeit für Regeneration zu nehmen.
Kleine Veränderungen können wichtiger sein als grosse Vorsätze
Wenn du erschöpft bist, brauchst du vielleicht nicht noch eine lange Liste zusätzlicher Aufgaben.
Vielleicht ist weniger mehr.
Eine kurze Pause, die tatsächlich eine Pause ist.
Ein Spaziergang ohne Handy.
Regelmässige Bewegung.
Bewusstes Atmen.
Genügend Schlaf.
Ein Essen, das dir guttut.
Oder einfach einmal zehn Minuten nichts leisten zu müssen.
Was sinnvoll ist, hängt von deiner persönlichen Situation ab.
Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, dir ein allgemeingültiges Programm aufzuerlegen.
Wir schauen gemeinsam, was realistisch und hilfreich sein kann.
Wann ist eine medizinische Abklärung wichtig?
Stress und Erschöpfung können viele Ursachen haben.
Deshalb sollte man körperliche Beschwerden nicht automatisch auf Stress zurückführen.
Bei starker oder anhaltender Erschöpfung, neu auftretenden Beschwerden, ausgeprägtem Herzrasen, Atemproblemen, starken Schlafstörungen oder anderen ungewöhnlichen Symptomen kann eine ärztliche Abklärung wichtig sein.
KomplementärTherapie ersetzt keine medizinische Diagnostik oder Behandlung.
Sie kann jedoch eine wertvolle ergänzende Begleitung sein.
Gerade wenn mehrere Fachrichtungen beteiligt sind, kann eine gute Zusammenarbeit sinnvoll sein.
Ich sehe andere Fachrichtungen nicht als Konkurrenz
Für mich ist das ein wichtiger Punkt.
Eine Ärztin oder ein Arzt, eine Psychotherapeutin, ein Physiotherapeut oder eine andere Fachperson sind keine Konkurrenz zu meiner Arbeit.
Jede Fachrichtung bringt andere Kompetenzen mit.
Und manchmal braucht es genau dieses Zusammenspiel.
Das Ziel ist nicht, dass möglichst alles bei mir behandelt wird.
Das Ziel ist, dass du die Unterstützung bekommst, die du brauchst.
Wenn eine andere Fachperson für einen bestimmten Bereich besser geeignet ist, gehört es für mich zu einer verantwortungsvollen therapeutischen Arbeit, das auch so zu benennen.
Was kannst du selbst beobachten?
Vielleicht möchtest du einmal darauf achten, wie dein Körper auf deinen Alltag reagiert.
Nicht um dich zu analysieren.
Sondern einfach aus Interesse.
Wann fühlst du dich angespannt?
Wann kannst du wirklich entspannen?
Wie verändert sich deine Atmung bei Stress?
Wie schläfst du nach besonders belastenden Tagen?
Und was hilft dir tatsächlich dabei, wieder zur Ruhe zu kommen?
Schon diese bewusste Wahrnehmung kann ein erster Schritt sein.
Mein Ansatz
Seit 2002 arbeite ich als Körpertherapeutin.
Heute verbinde ich meine langjährige Erfahrung mit meiner Tätigkeit als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom, meinen beiden Methoden Reflexzonentherapie und Strukturelle Integration, meiner Ausbildung als Mentaltrainerin und meiner neuen Kompetenz als Resilienztrainerin.
Dabei interessiert mich nicht nur die Frage:
„Wo tut es weh?“
Mich interessiert auch:
Was erzählt mir dein Körper über deine aktuelle Situation?
Welche Spannungen haben sich entwickelt?
Welche Ressourcen sind vorhanden?
Was kann dir helfen, wieder mehr Beweglichkeit – körperlich und vielleicht auch im übertragenen Sinn – in dein Leben zu bringen?
Du musst nicht warten, bis dein Körper laut wird
Vielleicht kennst du den Gedanken:
„Es geht ja noch.“
Du funktionierst.
Du arbeitest.
Du kümmerst dich um andere.
Und irgendwie geht es immer weiter.
Doch manchmal beginnt der Körper schon viel früher, leise Signale zu senden.
Vielleicht lohnt es sich, diese Signale ernst zu nehmen, bevor sie immer lauter werden.
Nicht aus Angst.
Sondern aus Wertschätzung für deinen Körper.
Dein Körper begleitet dich jeden Tag. Vielleicht ist es Zeit, ihm wieder etwas mehr zuzuhören.
Mehr über meine Arbeit
Wenn du mehr über meine Arbeit als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom, über Reflexzonentherapie, Strukturelle Integration oder meine Arbeit als Resilienztrainerin erfahren möchtest, findest du auf meiner Website weitere Informationen.
In weiteren Blogartikeln werde ich verschiedene Beschwerden und Themen rund um Körper, Nervensystem, Selbstregulation, Bewegung und mentale Ressourcen genauer beleuchten.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. KomplementärTherapie versteht sich als ergänzende Unterstützung.
Ob eine Behandlung von deiner Zusatzversicherung übernommen wird und ob ich bei deiner Krankenkasse anerkannt bin, klärst du bitte direkt mit deiner Krankenkasse. Meine ZSR-Nummer lautet N017760.
Blog 6
Wenn dein Kopf nicht abschalten kann – kleine Wege zurück in den Körper
Es ist spät.
Du liegst im Bett.
Eigentlich bist du müde.
Aber dein Kopf hat andere Pläne.
Noch schnell an morgen denken.
Was muss ich erledigen?
Habe ich an alles gedacht?
Warum hat diese Person das eigentlich gesagt?
Und plötzlich bist du hellwach.
Vielleicht kennst du solche Nächte.
Oder du schläfst zwar ein, wachst aber mitten in der Nacht wieder auf und findest nicht mehr zurück in den Schlaf.
Gerade dann versuchen wir häufig, noch mehr zu tun:
Wir schauen auf die Uhr.
Wir nehmen das Handy.
Wir überlegen, warum wir nicht schlafen können.
Und manchmal macht genau dieses „Ich muss jetzt schlafen“ das Abschalten noch schwieriger.
Vielleicht ist deshalb manchmal ein anderer Weg interessanter:
Nicht noch mehr denken – sondern wieder mehr im Körper ankommen.
Dein Körper ist schon da
Wenn dein Kopf sehr aktiv ist, kann es helfen, die Aufmerksamkeit bewusst wieder auf den Körper zu richten.
Nicht um etwas zu erzwingen.
Nicht um sofort einzuschlafen.
Einfach nur, um wahrzunehmen:
Ich bin hier.
Mein Körper ist hier.
Ich atme.
Ich liege.
Ich muss gerade nichts leisten.
Das klingt sehr einfach.
Und genau das ist es auch.
Ein kleiner Body Scan
Eine Übung, die ich gerne als Möglichkeit für den Alltag mitgebe, ist ein einfacher Body Scan.
Du musst dafür nichts können.
Leg dich bequem hin oder setz dich so hin, dass dein Körper möglichst wenig halten muss.
Schliesse, wenn es angenehm ist, die Augen.
Dann wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper.
Beginne beispielsweise bei den Füssen.
Wie fühlen sie sich an?
Dann geh weiter zu den Beinen.
Zum Becken.
Zum Bauch.
Zum Brustkorb.
Zu den Schultern.
Zu den Armen und Händen.
Zum Nacken.
Zum Gesicht.
Du musst nichts verändern.
Du musst nichts bewerten.
Nur wahrnehmen.
Vielleicht stellst du fest, dass deine Schultern angespannt sind.
Vielleicht bemerkst du, dass dein Kiefer festhält.
Vielleicht spürst du deinen Atem plötzlich deutlicher.
Und vielleicht gibt es auch Bereiche, die sich ganz ruhig anfühlen.
Du musst nichts reparieren.
Es reicht zunächst, wahrzunehmen.
Und dann kommt der Atem dazu
Unser Atem begleitet uns ständig.
Trotzdem nehmen wir ihn im Alltag häufig kaum wahr.
Wenn wir angespannt sind, verändert sich unsere Atmung oft ganz automatisch.
Sie kann beispielsweise schneller oder oberflächlicher werden.
Eine einfache Möglichkeit ist deshalb, den Atem nicht zu kontrollieren, sondern ihn zunächst einfach zu beobachten.
Wo bewegt sich dein Körper beim Einatmen?
Was passiert beim Ausatmen?
Bewegt sich dein Bauch?
Dein Brustkorb?
Kannst du beim Ausatmen etwas mehr loslassen?
Du musst nicht besonders tief atmen.
Du musst auch keine komplizierte Atemtechnik durchführen.
Manchmal ist weniger mehr.
Ein ruhiger Atem und die bewusste Wahrnehmung des Ausatmens können bereits helfen, den Fokus vom Gedankenkarussell zurück in den Körper zu bringen.
Wenn Atemübungen bei dir Schwindel, Unwohlsein oder Angst auslösen, solltest du sie abbrechen und gegebenenfalls fachlich abklären lassen.
„Vom Kopf in den Körper“
Diesen Satz verwende ich in meiner Arbeit manchmal als einfache Beschreibung für einen Wechsel der Aufmerksamkeit.
Wenn wir sehr viel denken, planen und analysieren, ist unsere Aufmerksamkeit stark nach oben und nach aussen gerichtet.
Wir können dann versuchen, sie wieder stärker auf den Körper zu lenken.
Spüre deine Füsse.
Nimm deine Sitzfläche wahr.
Spüre den Kontakt zum Boden.
Wahrnehmen, wie dein Atem fliesst.
Die Hände auf den Bauch legen.
Die Schultern bewusst sinken lassen.
Das ist keine magische Technik.
Es geht vielmehr darum, die Aufmerksamkeit wieder dorthin zu bringen, wo dein Körper gerade tatsächlich ist.
KomplementärTherapie kann auch im Alltag weitergehen
Das ist ein Aspekt meiner Arbeit, den ich besonders wichtig finde.
Eine Therapie sollte nicht nur während der Behandlung wirken.
Im Idealfall nimmst du etwas mit.
Vielleicht eine neue Wahrnehmung.
Eine Bewegung.
Eine Atemübung.
Eine kleine Pause.
Oder eine Möglichkeit, früher zu erkennen:
„Jetzt wird es gerade zu viel.“
Diese sogenannten Transferübungen können ganz unterschiedlich aussehen.
Manchmal ist es eine kleine Körperübung.
Manchmal eine bewusste Pause.
Manchmal eine Veränderung im Bewegungsalltag.
Und manchmal einfach die Erinnerung daran, dass du nicht erst warten musst, bis dein Körper laut wird.
Eine weitere Möglichkeit: Ohrreflexzonen
Auch hier kommt meine Reflexzonentherapie ins Spiel.
Das Ohr ist ein besonders interessanter reflektorischer Bereich.
Je nach therapeutischer Situation kann ich beispielsweise mit Ohrsamen arbeiten.
Dabei werden kleine Samen auf ausgewählte Punkte am Ohr aufgebracht und können über einen bestimmten Zeitraum belassen werden.
Du kannst sie im Alltag immer wieder sanft stimulieren.
Ein solcher Punkt kann beispielsweise im Rahmen einer Behandlung ausgewählt werden, wenn das Thema Ruhe und Schlaf im Vordergrund steht.
Dabei geht es nicht darum, dass ein bestimmter Punkt garantiert dafür sorgt, dass du durchschläfst.
Vielmehr kann diese Form der Ohrreflexzonenarbeit eine ergänzende Möglichkeit innerhalb des therapeutischen Prozesses sein.
Und genau das finde ich spannend:
Du verlässt die Praxis nicht nur mit einem guten Gefühl, sondern kannst unter Umständen etwas Kleines mit in deinen Alltag nehmen.
Was ich an solchen Übungen besonders mag
Sie sind unspektakulär.
Du brauchst kein Fitnessstudio.
Keine besondere Kleidung.
Kein kompliziertes Programm.
Und meistens auch nicht viel Zeit.
Vielleicht zwei Minuten.
Vielleicht fünf.
Vielleicht zehn.
Es geht nicht darum, daraus eine neue Leistung zu machen.
Wenn du aus deiner Entspannung gleich wieder ein Projekt machst, hast du das Ziel ein bisschen verfehlt.
Es geht nicht darum, noch etwas besser machen zu müssen.
Es geht darum, deinem Körper zwischendurch die Möglichkeit zu geben, wahrgenommen zu werden.
Und wo kommen meine beiden Methoden ins Spiel?
Meine Arbeit mit Reflexzonentherapie und Struktureller Integration bietet dafür zwei unterschiedliche Zugänge.
Mit der Reflexzonentherapie kann ich über verschiedene reflektorische Bereiche arbeiten – beispielsweise über Füsse, Hände, Ohren, Segmente oder andere Körperregionen.
Mit der Strukturellen Integration arbeite ich direkt am Körper und an faszialen Strukturen, Spannungsmustern und Bewegungsorganisation.
Manchmal braucht es eine direkte körperliche Behandlung.
Manchmal ist ein reflektorischer Zugang sinnvoll.
Und manchmal ist die wichtigste Intervention eine kleine Übung, die du anschliessend selbstständig im Alltag einsetzen kannst.
Genau diese Verbindung macht meine Arbeit für mich so wertvoll.
Nicht jede Übung passt zu jedem Menschen
Auch bei Übungen gilt:
Was für eine Person hilfreich ist, kann für eine andere Person nicht passend sein.
Deshalb gebe ich Übungen nicht nach einem festen Rezept ab.
Wir schauen gemeinsam, was zu dir, deinem Körper und deiner aktuellen Situation passt.
Eine Übung soll dich nicht zusätzlich unter Druck setzen.
Sie soll dich unterstützen.
Was kannst du heute Abend ausprobieren?
Wenn du heute Abend im Bett liegst und dein Kopf wieder sehr aktiv ist, probiere einmal etwas ganz Einfaches:
Lege das Handy weg.
Spüre deine Füsse.
Nimm wahr, wie dein Körper auf der Matratze liegt.
Lass deinen Atem kommen und gehen, ohne ihn zu erzwingen.
Wandere mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper.
Und wenn Gedanken auftauchen?
Lass sie da sein.
Du musst sie nicht lösen.
Bring deine Aufmerksamkeit einfach wieder zurück zu deinem Körper.
Vielleicht bemerkst du irgendwann:
Ich muss gerade gar nichts tun.
Schlaf lässt sich nicht erzwingen
Das ist vielleicht der wichtigste Gedanke.
Schlaf ist kein Ziel, das wir mit genügend Willenskraft erreichen können.
Je mehr wir uns sagen:
„Ich muss jetzt schlafen!“
desto mehr Druck kann entstehen.
Vielleicht ist ein anderer Gedanke hilfreicher:
„Ich darf jetzt ruhen. Mein Körper muss gerade nichts leisten.“
Ob du danach sofort einschläfst, kann niemand garantieren.
Aber vielleicht verändert sich dein Umgang mit dieser Situation.
Und auch das kann bereits wertvoll sein.
Wann Schlafprobleme genauer angeschaut werden sollten
Nicht jede Schlafproblematik hat mit Stress oder einem überaktiven Nervensystem zu tun.
Schlafprobleme können viele verschiedene Ursachen haben.
Dazu gehören beispielsweise körperliche Erkrankungen, psychische Belastungen, hormonelle Veränderungen, Medikamente oder andere Faktoren.
Wenn du über längere Zeit schlecht schläfst, häufig aufwachst oder deine Schlafprobleme deinen Alltag deutlich beeinträchtigen, ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
KomplementärTherapie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Sie kann jedoch eine ergänzende Begleitung sein.
Gemeinsam den passenden Weg finden
Ich sehe andere Fachrichtungen nicht als Konkurrenz.
Im Gegenteil.
Gerade beim Thema Schlaf kann die Zusammenarbeit verschiedener Fachpersonen sinnvoll sein.
Vielleicht braucht es zunächst eine ärztliche Abklärung.
Vielleicht ist psychotherapeutische Unterstützung hilfreich.
Vielleicht spielt Bewegung eine wichtige Rolle.
Und vielleicht kann KomplementärTherapie ergänzend dazu beitragen, Körperwahrnehmung und Selbstregulation zu unterstützen.
Das Ziel ist nicht, alles mit einer Methode lösen zu wollen.
Das Ziel ist, den besten Weg für dich zu finden.
Mein Ansatz
Seit 2002 arbeite ich als Körpertherapeutin.
Als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom verbinde ich heute meine langjährige Erfahrung mit meinen beiden Methoden Reflexzonentherapie und Strukturelle Integration.
Zusätzlich fliessen meine Erfahrungen als Mentaltrainerin und meine neue Tätigkeit als Resilienztrainerin in meine Arbeit ein.
Dabei möchte ich dir nicht nur eine Behandlung anbieten.
Ich möchte dir auch Möglichkeiten zeigen, wie du deinen Körper im Alltag besser wahrnehmen und deine eigenen Ressourcen nutzen kannst.
Manchmal ist es eine Behandlung.
Manchmal eine Übung.
Manchmal ein neuer Umgang mit Belastung.
Und manchmal nur der kleine Moment, in dem du bemerkst:
„Ich bin gerade wieder ganz bei mir.“
Mehr über meine Arbeit
Wenn du mehr über meine Arbeit als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom, über Reflexzonentherapie, Strukturelle Integration oder meine Arbeit als Resilienztrainerin erfahren möchtest, findest du auf meiner Website weitere Informationen.
In weiteren Blogartikeln werde ich verschiedene Beschwerden und Themen rund um Körper, Nervensystem, Selbstregulation, Bewegung und mentale Ressourcen genauer beleuchten.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. KomplementärTherapie versteht sich als ergänzende Unterstützung.
Ob eine Behandlung von deiner Zusatzversicherung übernommen wird und ob ich bei deiner Krankenkasse anerkannt bin, klärst du bitte direkt mit deiner Krankenkasse. Meine ZSR-Nummer lautet N017760.
blog 7
Bauch, Verdauung und Nervensystem – wenn dein Bauch mehr erzählt als nur von deinem Essen
„Mir schlägt das auf den Magen.“
„Ich habe Schmetterlinge im Bauch.“
„Das schlägt mir auf den Bauch.“
Wir verwenden solche Redewendungen ganz selbstverständlich.
Und eigentlich wissen wir intuitiv schon lange, dass unser Bauch und unser Erleben miteinander verbunden sind.
Wenn wir nervös sind, kann sich der Bauch verkrampfen.
Wenn wir gestresst sind, kann sich unsere Verdauung verändern.
Und wenn wir uns sicher und entspannt fühlen, nehmen wir unseren Körper oft ganz anders wahr.
Bauch und Nervensystem stehen in einer engen Beziehung zueinander.
Genau diese Verbindung finde ich in meiner Arbeit besonders spannend.
Dein Bauch ist kein isoliertes System
Der Verdauungstrakt arbeitet nicht unabhängig vom Rest deines Körpers.
Atmung, Bewegung, Haltung, Stress, Schlaf und Ernährung können unser körperliches Erleben beeinflussen.
Auch das vegetative Nervensystem spielt eine wichtige Rolle bei vielen Vorgängen rund um Verdauung und Regulation.
Vielleicht kennst du das selbst:
Im Urlaub funktioniert dein Bauch plötzlich anders als im hektischen Arbeitsalltag.
Oder du merkst, dass du an besonders stressigen Tagen weniger Appetit hast.
Vielleicht fühlt sich dein Bauch angespannt an, wenn du unter Druck stehst.
Das bedeutet nicht automatisch, dass Stress die Ursache deiner Beschwerden ist.
Aber es zeigt, wie eng verschiedene Systeme miteinander verbunden sein können.
Wenn der Körper nicht mehr richtig abschalten kann
Für Verdauung braucht dein Körper Zeit und Ruhe.
Wenn du ständig unter Spannung stehst, schnell isst, nebenbei arbeitest oder gedanklich bereits beim nächsten Termin bist, bekommt dein Körper möglicherweise wenig Gelegenheit, bewusst in einen ruhigeren Zustand zu wechseln.
Vielleicht kennst du das:
Du hast gerade gegessen und bist schon wieder auf dem Sprung.
Oder du isst vor dem Computer.
Oder du merkst erst am Abend, dass du den ganzen Tag kaum getrunken hast.
Manchmal lohnt es sich deshalb, nicht nur zu fragen:
„Was esse ich?“
sondern auch:
„Wie esse ich eigentlich?“
Ein kleiner Selbstversuch
Beim nächsten Essen kannst du etwas ausprobieren.
Nicht als neue Ernährungsregel.
Einfach als Experiment.
Setz dich hin.
Lege das Handy zur Seite.
Nimm dir einen Moment Zeit, bevor du beginnst.
Spüre deine Füsse am Boden.
Atme einmal ruhig ein und aus.
Und dann iss etwas langsamer als sonst.
Nicht perfekt.
Nur etwas bewusster.
Vielleicht bemerkst du dabei, dass dein Körper schon vor dem ersten Bissen auf das Essen reagiert.
Geruch.
Speichelfluss.
Appetit.
Vorfreude.
Dein Körper ist bereits beteiligt, bevor die Nahrung überhaupt im Magen angekommen ist.
Der Atem und der Bauch
Auch die Atmung kann bei der Körperwahrnehmung eine interessante Rolle spielen.
Wenn du tief und ruhig atmest, bewegt sich nicht nur deine Lunge.
Auch dein Brustkorb und dein Bauchraum verändern sich.
Du kannst das ganz einfach beobachten:
Lege eine Hand auf deinen Bauch und eine auf deinen Brustkorb.
Atme ganz normal.
Versuche nicht, besonders tief zu atmen.
Beobachte einfach, welche Hand sich bewegt.
Vielleicht bewegt sich vor allem der Brustkorb.
Vielleicht spürst du eine Bewegung im Bauch.
Vielleicht kaum etwas.
Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“.
Es geht nur um Wahrnehmung.
Und genau diese Wahrnehmung ist ein wichtiger Bestandteil der KomplementärTherapie.
Reflexzonentherapie – der Körper als Netzwerk
Bei der Reflexzonentherapie fasziniert mich besonders, dass wir nicht nur einen einzelnen Körperbereich betrachten.
Reflexzonen finden wir am gesamten Körper.
An den Füssen.
An den Händen.
Am Ohr.
Am Bauch.
An Armen und Beinen.
Im Gesicht.
Und auch bestimmte myofasziale Triggerpunkte können einen reflektorischen Bezug haben.
Einige Reflexzonen überschneiden sich zudem mit Bereichen, die auch aus der Akupunktur bekannt sind.
Je nach therapeutischem Ansatz werden deshalb auch Meridianverläufe und entsprechende Punkte berücksichtigt.
Das macht die Reflexzonentherapie für mich zu einer sehr vielseitigen Methode.
Nein – Reflexzonentherapie bedeutet nicht nur Fussreflexzonenmassage
Das ist mir besonders wichtig.
Wenn du „Reflexzonentherapie“ hörst, denkst du vielleicht automatisch an eine Behandlung der Füsse.
Die Fussreflexzonentherapie ist ein wichtiger Bestandteil.
Aber sie ist nur ein Teil der Möglichkeiten.
In meiner Arbeit können – abhängig vom therapeutischen Prozess – beispielsweise auch Ohrreflexzonen, Handreflexzonen, segmentale Techniken, myofasziale Triggerpunkte oder Schröpftechniken eingesetzt werden.
Der Körper bietet uns viele verschiedene Zugänge.
Und genau das macht die Arbeit so spannend.
Strukturelle Integration – der Bauch ist auch Teil deiner Körperstruktur
Auch aus struktureller Sicht ist der Bauch interessant.
Unser Körper arbeitet nicht in einzelnen Schubladen.
Muskeln, Faszien, Gelenke und andere Strukturen stehen miteinander in Verbindung.
Die Position des Beckens beeinflusst beispielsweise unsere Haltung.
Die Beweglichkeit des Brustkorbs steht mit unserer Atmung in Verbindung.
Und Spannungsmuster können sich über verschiedene Körperbereiche fortsetzen.
Wenn ich mit Struktureller Integration arbeite, betrachte ich deshalb nicht nur den Ort, an dem du ein Symptom wahrnimmst.
Ich schaue auf Zusammenhänge.
Wie bewegst du dich?
Wo hält dein Körper Spannung?
Wo fehlt vielleicht Beweglichkeit?
Und wie verändert sich dein Körper, wenn sich an einer anderen Stelle etwas verändert?
Warum ich beide Methoden kombiniere
Hier zeigt sich wieder etwas, das meine Arbeit besonders macht.
Mit der Reflexzonentherapie habe ich einen reflektorischen Zugang.
Mit der Strukturellen Integration kann ich direkt an körperlichen Spannungs- und Bewegungsmustern arbeiten.
Diese beiden Perspektiven können sich wunderbar ergänzen.
Vielleicht liegt der Schwerpunkt einer Behandlung zunächst im Bauch- oder Reflexzonenbereich.
Vielleicht zeigt sich gleichzeitig eine deutliche Spannung im Brustkorb, Becken oder Rücken.
Dann kann die strukturelle Arbeit eine sinnvolle Ergänzung sein.
Oder es ist genau umgekehrt.
Ich muss mich nicht auf nur eine Behandlungsmethode beschränken.
Das gibt mir die Möglichkeit, den therapeutischen Prozess differenzierter zu gestalten.
Und was hat der Rücken damit zu tun?
Diese Frage höre ich immer wieder.
Du kommst vielleicht mit Beschwerden im unteren Rücken zu mir.
Und im Verlauf der Behandlung zeigt sich, dass dein Bauch, dein Becken oder deine Atmung ebenfalls eine Rolle in deinem körperlichen Erleben spielen.
Das bedeutet nicht, dass jede Rückenschmerzproblematik „vom Darm“ kommt.
So einfach ist es nicht.
Aber der Körper funktioniert als Ganzes.
Deshalb kann es interessant sein, auch Bereiche einzubeziehen, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem eigentlichen Beschwerdeort zu tun haben.
Was du selbst beobachten kannst
Vielleicht möchtest du in den nächsten Tagen einfach einmal darauf achten:
Wie fühlt sich dein Bauch an, wenn du entspannt bist?
Wie verändert er sich bei Stress?
Wie atmest du, wenn du schnell essen musst?
Wie fühlt sich dein Körper nach einer ruhigen Mahlzeit an?
Und wie nach einem Essen, das du nebenbei zwischen zwei Terminen hinuntergeschlungen hast?
Es geht nicht darum, daraus eine neue Selbstoptimierungsaufgabe zu machen.
Es geht um Neugier.
Dein Körper gibt dir ständig Informationen.
Manchmal hören wir sie nur nicht.
Kleine Rituale können helfen
Vielleicht hilft dir ein kleines Ritual vor dem Essen.
Handy weg.
Einmal bewusst ausatmen.
Füsse auf den Boden.
Kurz ankommen.
Und dann erst essen.
Oder du nimmst dir nach dem Essen fünf Minuten, in denen du nicht sofort wieder weiterhetzt.
Kein grosser Aufwand.
Aber manchmal sind es gerade diese kleinen Übergänge, die im Alltag fehlen.
Ernährung gehört dazu – aber nicht als starres Konzept
Als Körpertherapeutin sehe ich Ernährung als einen wichtigen Bestandteil des Lebens.
Gleichzeitig möchte ich dir keine allgemeingültigen Ernährungsregeln geben.
Was jemand verträgt, was ihm guttut und welche Ernährung zu seinem Leben passt, kann sehr individuell sein.
Bei ausgeprägten oder anhaltenden Verdauungsbeschwerden ist eine medizinische Abklärung wichtig.
Je nach Situation kann auch eine Zusammenarbeit mit einer Ernährungsfachperson sinnvoll sein.
Für mich gilt auch hier:
Nicht entweder – oder, sondern miteinander.
Wann Beschwerden medizinisch abgeklärt werden sollten
Verdauungsbeschwerden können viele unterschiedliche Ursachen haben.
Anhaltende oder starke Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, ungeklärter Gewichtsverlust, anhaltender Durchfall oder andere neue und ungewöhnliche Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.
KomplementärTherapie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Sie kann jedoch ergänzend eingesetzt werden, wenn eine komplementärtherapeutische Begleitung sinnvoll ist.
Interdisziplinär bedeutet für mich: den Menschen sehen
Ich sehe andere Fachrichtungen nicht als Konkurrenz.
Eine Ärztin oder ein Arzt kann medizinische Ursachen abklären.
Eine Ernährungsfachperson kann dich bei Ernährungsfragen begleiten.
Eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut kann gezielt an bestimmten körperlichen Funktionen arbeiten.
Und KomplementärTherapie kann eine weitere Perspektive einbringen.
Jede Fachrichtung hat ihre Stärken.
Das Wichtigste ist für mich nicht, woher die Unterstützung kommt – sondern dass sie dir hilft und zu deiner Situation passt.
Mein persönlicher Blick auf den Körper
Seit 2002 arbeite ich als Körpertherapeutin.
Was mich bis heute fasziniert, sind die Zusammenhänge.
Wie eine veränderte Bewegung die Körperhaltung beeinflussen kann.
Wie Spannung im Brustkorb die Atmung verändern kann.
Wie sich Belastung im Körper bemerkbar machen kann.
Und wie unterschiedlich Menschen auf dieselbe Behandlung reagieren.
Als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom verbinde ich heute meine langjährige Erfahrung mit den Methoden Reflexzonentherapie und Strukturelle Integration.
Zusätzlich fliessen meine Erfahrungen als Mentaltrainerin und Resilienztrainerin in meine Arbeit ein.
Ich möchte deinen Körper nicht in einzelne Teile zerlegen.
Ich möchte verstehen, wie die einzelnen Teile miteinander kommunizieren und wie du deinen Körper als Ganzes erleben kannst.
Vielleicht lohnt sich ein anderer Blick auf deinen Bauch
Vielleicht ist dein Bauch manchmal einfach dein Bauch.
Vielleicht reagiert er auf bestimmte Lebensmittel.
Vielleicht auf Stress.
Vielleicht auf Schlafmangel.
Vielleicht auf dein Tempo.
Und vielleicht gibt es auch eine medizinische Ursache, die abgeklärt werden sollte.
Deshalb geht es mir nicht darum, für jedes Bauchproblem eine einzige Erklärung zu finden.
Es geht darum, genauer hinzuschauen.
Den Körper wahrzunehmen.
Zusammenhänge zu erkennen.
Und dort Unterstützung anzubieten, wo sie sinnvoll ist.
Denn dein Bauch ist nicht vom Rest deines Körpers getrennt. Und du bist nicht von deinem Alltag getrennt.
Mehr über meine Arbeit
Wenn du mehr über meine Arbeit als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom, über Reflexzonentherapie, Strukturelle Integration oder meine Arbeit als Resilienztrainerin erfahren möchtest, findest du auf meiner Website weitere Informationen.
In weiteren Blogartikeln werde ich verschiedene Beschwerdebilder und Themen rund um Körper, Nervensystem, Selbstregulation, Bewegung und mentale Ressourcen genauer beleuchten.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. KomplementärTherapie versteht sich als ergänzende Unterstützung.
Ob eine Behandlung von deiner Zusatzversicherung übernommen wird und ob ich bei deiner Krankenkasse anerkannt bin, klärst du bitte direkt mit deiner Krankenkasse. Meine ZSR-Nummer lautet N017760.
Blog 9
Faszien und Schmerzen – das faszinierende Netzwerk in deinem Körper
Faszien sind in den letzten Jahren immer stärker in den Mittelpunkt der Körper- und Bewegungsforschung gerückt.
Lange Zeit wurden sie eher als „Verpackungsmaterial“ des Körpers betrachtet – als Bindegewebe, das Muskeln und Organe umgibt.
Heute wissen wir, dass Faszien wesentlich mehr sind.
Sie bilden ein dreidimensionales Netzwerk durch unseren gesamten Körper, stehen mit Muskeln, Gelenken und Organen in Verbindung und sind reich an sensorischen Nervenendigungen.
Für mich als Körpertherapeutin ist das besonders spannend.
Denn es bedeutet, dass wir den Körper nicht nur unter mechanischen Gesichtspunkten betrachten können.
Faszien sind auch ein wichtiges Wahrnehmungs- und Kommunikationssystem unseres Körpers.
Was sind Faszien eigentlich?
Der Begriff „Faszien“ wird heute für verschiedene Formen von Bindegewebe verwendet.
Dazu gehören unter anderem Schichten des oberflächlichen und tiefen Bindegewebes, Muskelhüllen und weitere miteinander verbundene Gewebestrukturen.
Faszien umgeben und verbinden Muskeln, Organe, Nerven und Gefässe und bilden ein zusammenhängendes Netzwerk.
Die Anatomieforschung von Carla Stecco und anderen Forschenden hat wesentlich dazu beigetragen, dieses Fasziensystem genauer zu beschreiben.
Dabei wird immer deutlicher, dass Faszien nicht einfach passive Strukturen sind.
Sie besitzen eigene Eigenschaften, sind mit Nervenfasern ausgestattet und können Informationen über Druck, Spannung und Bewegung vermitteln.
Faszien als Sinnesorgan
Besonders interessant ist die Forschung von Robert Schleip und seinem Team.
Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, welche Rolle das Fasziensystem für unsere Wahrnehmung spielt.
Faszien sind reich innerviert und können deshalb an der Wahrnehmung von Berührung, Druck, Bewegung und der Position unseres Körpers beteiligt sein.
Das bedeutet:
Wenn ich deinen Körper berühre oder du dich bewegst, passiert nicht nur etwas „im Gewebe“.
Gleichzeitig erhält dein Nervensystem Informationen.
Dein Körper nimmt wahr.
Und genau diese Verbindung zwischen Gewebe, Nervensystem, Bewegung und Wahrnehmung ist für die Körpertherapie besonders interessant.
Warum können Faszien mit Schmerzen zu tun haben?
Schmerz ist ein komplexes Geschehen.
Er entsteht nicht einfach dadurch, dass irgendwo ein Muskel „verspannt“ oder eine Faszie „verklebt“ ist.
Trotzdem können fasziale Strukturen an Schmerzprozessen beteiligt sein.
Die Forschung beschäftigt sich beispielsweise mit der Innervation von Faszien, mit ihrer mechanischen Belastbarkeit, ihrer Gleitfähigkeit und mit möglichen Zusammenhängen zwischen Veränderungen des Gewebes und Schmerzen.
Carla Stecco hat sich unter anderem intensiv mit den anatomischen Eigenschaften der Faszien und mit der Rolle von Hyaluronsäure innerhalb des faszialen Gewebes beschäftigt.
Diese Forschung hilft dabei, die Faszien immer besser zu verstehen.
Dabei entwickelt sich das wissenschaftliche Wissen laufend weiter.
„Verklebte Faszien“ – ein Begriff, den ich differenziert betrachte
Vielleicht hast du schon einmal gehört:
„Deine Faszien sind verklebt.“
Dieser Satz wird in der Körpertherapie sehr häufig verwendet.
Fachlich ist das allerdings eine starke Vereinfachung.
Faszien sind komplexe Gewebe mit unterschiedlichen Schichten und Funktionen.
Ihre Gleitfähigkeit, ihre Spannung und ihre mechanischen Eigenschaften können sich verändern.
Auch die Flüssigkeit im Gewebe und die Zusammensetzung der extrazellulären Matrix spielen eine Rolle.
Carla Stecco und ihre Forschungsgruppe haben beispielsweise die Bedeutung von Hyaluronsäure für die Gleitfähigkeit zwischen faszialen Schichten untersucht.
Deshalb arbeite ich nicht mit der Vorstellung, dass jede Spannung einfach eine „Verklebung“ ist, die man lösen muss.
Ich betrachte das Fasziensystem als lebendiges, wahrnehmendes und anpassungsfähiges Gewebe.
Faszien und Bewegung
Faszien sind auch für Bewegung interessant.
Sie bilden Verbindungen zwischen verschiedenen Körperregionen und können an der Kraftübertragung beteiligt sein.
Wenn du dich bewegst, arbeiten deshalb nicht nur einzelne Muskeln.
Verschiedene Strukturen koordinieren sich miteinander.
Deine Füsse stehen mit deinen Beinen in Verbindung.
Die Beine mit dem Becken.
Das Becken mit dem Rumpf.
Der Rumpf mit dem Schultergürtel.
Und dein Kopf befindet sich ebenfalls in diesem Gesamtsystem.
Deshalb kann eine Bewegung an einer Stelle Auswirkungen darauf haben, wie du deinen Körper an einer anderen Stelle wahrnimmst oder organisierst.
Warum ich nicht nur dort arbeite, wo es weh tut
Du kommst vielleicht zu mir, weil dein Nacken schmerzt.
Natürlich kann es sinnvoll sein, den Nacken direkt zu behandeln.
Aber vielleicht lohnt sich auch ein Blick auf den gesamten Körper.
Wie beweglich ist dein Brustkorb?
Wie stehen deine Schultern?
Wie bewegt sich dein Becken?
Wie belastest du deine Füsse?
Wie bewegst du dich beim Gehen?
Und welche Spannungsmuster haben sich möglicherweise über längere Zeit entwickelt?
Das bedeutet nicht, dass jede Nackenbeschwerde von den Füssen kommt.
Es bedeutet vielmehr:
Der Körper ist ein zusammenhängendes System.
Strukturelle Integration – den Körper in seinen Zusammenhängen betrachten
Hier kommt meine Methode Strukturelle Integration besonders zum Tragen.
Bei der Strukturellen Integration wird der Körper nicht nur lokal betrachtet.
Es geht um die Beziehung verschiedener Körperstrukturen zueinander und um die Organisation des Körpers in der Schwerkraft.
Dabei spielen Faszien, Bewegung, Haltung und Wahrnehmung eine wichtige Rolle.
Ich arbeite mit dem Gewebe und beobachte gleichzeitig, wie sich dein Körper bewegt und verändert.
Eine Behandlung kann beispielsweise den Schultergürtel einbeziehen.
Oder das Becken.
Oder die Beine und Füsse.
Nicht, weil dort zwingend die Ursache deiner Beschwerden liegt.
Sondern weil der Körper nicht aus isolierten Einzelteilen besteht.
Der Körper passt sich an
Unser Körper ist anpassungsfähig.
Wenn du eine bestimmte Bewegung immer wieder machst, kann sich dein Körper daran anpassen.
Wenn du viel sitzt, kann sich dein Bewegungsverhalten verändern.
Wenn du nach einer Verletzung eine Seite schonst, können sich Ausweichbewegungen entwickeln.
Wenn du über längere Zeit unter Stress stehst, kann sich auch deine Muskelspannung verändern.
Diese Anpassungsfähigkeit ist zunächst etwas Positives.
Sie ermöglicht uns, mit unserem Alltag zurechtzukommen.
Manchmal bleiben bestimmte Muster jedoch bestehen, obwohl die ursprüngliche Belastung längst vorbei ist.
Dann kann es interessant sein, genauer hinzuschauen.
Faszien und das Nervensystem
Die Verbindung zwischen Faszien und Nervensystem finde ich besonders faszinierend.
Faszien sind sensorisch gut ausgestattet.
Das bedeutet, dass sie Informationen an das Nervensystem weitergeben können.
Wenn du dich bewegst, wird dein Körper nicht nur mechanisch bewegt.
Dein Nervensystem erhält gleichzeitig Informationen darüber, wie dein Körper positioniert ist und wie sich die Bewegung anfühlt.
Diese Informationen spielen für unsere Körperwahrnehmung und Bewegungssteuerung eine wichtige Rolle.
Deshalb kann Körperarbeit auch immer eine Arbeit mit Wahrnehmung sein.
Faszien und Emotionen
Körper und Psyche sind eng miteinander verbunden.
Das erleben wir alle.
Wenn du dich erschreckst, verändert sich dein Körper.
Wenn du unter Druck stehst, kann sich deine Atmung verändern.
Wenn du dich sicher und entspannt fühlst, kann dein Körper anders reagieren.
Auch die Faszienforschung beschäftigt sich zunehmend mit der sensorischen und funktionellen Rolle des Fasziensystems.
Robert Schleip und seine Kollegen haben das körperweite Fasziennetzwerk unter anderem als sensorisches System untersucht.
Damit wird verständlicher, warum Körperwahrnehmung, Berührung und Bewegung in der therapeutischen Arbeit eine so wichtige Rolle spielen können.
Ich würde deshalb nicht sagen, dass eine bestimmte Emotion einfach „in einer bestimmten Faszie gespeichert“ wird.
Viel interessanter finde ich die Wechselwirkung:
Wie beeinflussen sich körperliche Spannung, Wahrnehmung, Bewegung und emotionales Erleben gegenseitig?
Genau diese Verbindung erlebe ich in meiner täglichen Arbeit als besonders spannend.
Wenn Berührung zur Information wird
Eine therapeutische Berührung ist mehr als mechanischer Druck.
Dein Nervensystem nimmt Berührung wahr.
Es verarbeitet Informationen über Druck, Bewegung, Dehnung und Position.
Dadurch kann eine Behandlung auch deine Körperwahrnehmung verändern.
Vielleicht spürst du plötzlich eine Stelle, die dir vorher gar nicht bewusst war.
Vielleicht verändert sich eine Bewegung.
Vielleicht wird eine Spannung deutlicher.
Oder du bemerkst, dass du deinen Körper an einer bestimmten Stelle anders wahrnimmst.
Diese Reaktionen sind individuell.
Und genau deshalb ist die Rückmeldung deines Körpers für meine Arbeit so wichtig.
Reflexzonentherapie – eine weitere Perspektive auf den Körper
Neben der Strukturellen Integration arbeite ich mit Reflexzonentherapie.
Auch hier betrachten wir den Körper nicht als Ansammlung isolierter Einzelteile.
Reflexzonen finden sich am gesamten Körper.
An den Füssen.
An den Händen.
Am Ohr.
Am Bauch.
Im Gesicht.
An Armen und Beinen.
Auch myofasziale Triggerpunkte können in einem reflektorischen Behandlungskonzept eine Rolle spielen.
Bestimmte Reflexzonen überschneiden sich teilweise mit Bereichen, die auch aus der Akupunktur bekannt sind. Je nach therapeutischem Ansatz können deshalb auch Meridianverläufe und Akupunkturpunkte berücksichtigt werden.
Das macht die Reflexzonentherapie zu einer sehr vielseitigen Methode.
Warum meine Kombination etwas Besonderes ist
Genau hier liegt für mich eine grosse Stärke meiner Arbeit.
Ich habe zwei Methoden der KomplementärTherapie:
Strukturelle Integration und Reflexzonentherapie.
Mit der Strukturellen Integration arbeite ich direkt am Körper, an faszialen Strukturen, Bewegungsmustern und der Körperorganisation.
Mit der Reflexzonentherapie steht mir zusätzlich ein reflektorischer Zugang zur Verfügung.
Die beiden Methoden verfolgen unterschiedliche Ansätze.
Und genau deshalb können sie sich wunderbar ergänzen.
Vielleicht ist bei dir die direkte strukturelle Arbeit sinnvoll.
Vielleicht bietet sich ein reflektorischer Zugang an.
Vielleicht ist eine Kombination innerhalb des therapeutischen Prozesses sinnvoll.
Ich muss nicht alles mit derselben Methode behandeln.
Das gibt mir die Möglichkeit, differenziert und individuell zu arbeiten.
Ein Beispiel: Schulterbeschwerden
Nehmen wir an, du kommst wegen wiederkehrender Schulterbeschwerden.
Ich könnte direkt am Schultergürtel arbeiten.
Gleichzeitig kann es interessant sein, die Beweglichkeit des Brustkorbs, die Verbindung zum Becken oder die Belastung der Füsse zu betrachten.
Zusätzlich können reflektorische Techniken eingesetzt werden.
Vielleicht werden bestimmte Reflexzonen angesprochen.
Vielleicht arbeite ich mit Triggerpunkten oder Schröpftechniken.
Vielleicht zeigt sich im Verlauf, dass eine andere Vorgehensweise sinnvoller ist.
Das Ziel ist nicht, möglichst viele Techniken anzuwenden.
Das Ziel ist, herauszufinden, was dein Körper gerade braucht und was innerhalb meines therapeutischen Rahmens sinnvoll ist.
Was kannst du selbst für deine Faszien tun?
Faszien profitieren von Bewegung und wechselnden Belastungen.
Du musst dafür kein spezielles „Faszientraining“ absolvieren.
Im Alltag kann bereits abwechslungsreiche Bewegung wertvoll sein.
Gehen.
Treppensteigen.
Dehnen.
Krafttraining.
Pilates.
Tanzen.
Drehen.
Beugen.
Strecken.
Unterschiedliche Bewegungen ausprobieren.
Unser Körper ist dafür gemacht, sich zu bewegen.
Und je vielfältiger unsere Bewegungsmöglichkeiten bleiben, desto mehr Möglichkeiten haben wir auch im Alltag.
Bewegung und Wahrnehmung gehören zusammen
Bewegung ist nicht nur Muskeltraining.
Wenn du dich bewegst, erhält dein Nervensystem ständig Informationen.
Wo befindet sich dein Körper?
Wie viel Kraft benötigst du?
Wie weit kannst du dich bewegen?
Wie fühlt sich diese Bewegung an?
Deshalb kombiniere ich Körperarbeit gerne mit Bewegungsschulung.
Denn manchmal verändert sich etwas nicht nur durch eine Behandlung.
Manchmal entsteht die wichtigste Veränderung dadurch, dass du deinen Körper anders wahrnimmst und anders bewegst.
Wann kann Strukturelle Integration interessant sein?
Strukturelle Integration kann interessant sein, wenn du dich körperlich eingeschränkt fühlst, wiederkehrende Spannungsmuster wahrnimmst oder deine Beweglichkeit und Körperwahrnehmung verbessern möchtest.
Dabei muss nicht immer ein Schmerz im Vordergrund stehen.
Manchmal geht es auch darum, den eigenen Körper besser kennenzulernen.
Wie stehe ich?
Wie gehe ich?
Wie verteile ich mein Gewicht?
Wo halte ich Spannung?
Wo bewege ich mich frei?
Und wo könnte mein Körper neue Möglichkeiten entwickeln?
Wann solltest du Beschwerden medizinisch abklären lassen?
Auch wenn Faszien für viele körperliche Prozesse interessant sind, sollten Schmerzen nicht automatisch auf das Fasziensystem zurückgeführt werden.
Neue, starke oder anhaltende Beschwerden können viele unterschiedliche Ursachen haben.
Eine medizinische Abklärung ist deshalb wichtig, wenn Beschwerden neu auftreten, ungewöhnlich stark sind, sich verändern oder dich im Alltag deutlich beeinträchtigen.
KomplementärTherapie ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Sie kann eine ergänzende Unterstützung sein.
Interdisziplinär arbeiten bedeutet für mich Qualität
Ich sehe andere Fachrichtungen nicht als Konkurrenz.
Im Gegenteil.
Eine Ärztin oder ein Arzt bringt medizinisches Fachwissen ein.
Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten arbeiten mit ihren eigenen therapeutischen Schwerpunkten.
Psychotherapeutische Fachpersonen können bei psychischen Belastungen unterstützen.
Und die KomplementärTherapie bringt ihre eigene Perspektive ein.
Manchmal ist genau dieses Zusammenspiel der beste Weg.
Für mich steht nicht die Frage im Vordergrund, wer behandelt – sondern was für dich sinnvoll ist.
Was mich an den Faszien bis heute fasziniert
Seit 2002 arbeite ich als Körpertherapeutin.
In dieser Zeit hat sich auch mein Verständnis des Körpers immer weiterentwickelt.
Die Faszienforschung hat in den vergangenen Jahren viele interessante Erkenntnisse hervorgebracht.
Forscherinnen und Forscher wie Carla Stecco und Robert Schleip haben dazu beigetragen, das Fasziensystem anatomisch und physiologisch differenzierter zu betrachten.
Besonders spannend finde ich die Erkenntnis, dass Faszien nicht einfach passive Hüllen sind.
Sie sind Teil eines komplexen Systems aus Struktur, Bewegung, Wahrnehmung und Kommunikation.
Und genau deshalb passt die Arbeit mit Faszien für mich so gut zu einer ganzheitlichen Körpertherapie.
Der Körper ist mehr als die Stelle, die schmerzt
Wenn dein Nacken schmerzt, bist du nicht „ein Nackenproblem“.
Wenn dein Rücken schmerzt, bist du nicht „ein Rückenproblem“.
Und wenn deine Beweglichkeit eingeschränkt ist, besteht dein Körper nicht plötzlich nur noch aus dieser einen Einschränkung.
Du bist ein Mensch mit einer Geschichte, einem Alltag, Gewohnheiten, Belastungen, Ressourcen und einem Körper, der sich ständig anpasst.
Diesen ganzen Menschen möchte ich in meiner Arbeit sehen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Die moderne Faszienforschung entwickelt sich kontinuierlich weiter. Besonders die Arbeiten von Carla Stecco zur Anatomie und Histologie des Fasziensystems sowie von Robert Schleip zur sensorischen Funktion und den Eigenschaften von Faszien haben unser heutiges Verständnis wesentlich geprägt.
Auch neuere wissenschaftliche Arbeiten beschäftigen sich weiterhin mit einer genaueren Definition und Beschreibung des menschlichen Fasziensystems.
Für mich ist diese Forschung besonders wertvoll, weil sie zeigt, wie komplex und faszinierend unser Bindegewebe tatsächlich ist – und wie viel es noch zu entdecken gibt.
Mehr über meine Arbeit
Wenn du mehr über meine Arbeit als KomplementärTherapeutin mit eidgenössischem Diplom, über Strukturelle Integration oder Reflexzonentherapie erfahren möchtest, findest du auf meiner Website weitere Informationen.
In weiteren Fachartikeln werde ich einzelne Beschwerdebilder und therapeutische Themen genauer betrachten und dabei auch aktuelle Erkenntnisse aus der Körper- und Gesundheitsforschung einbeziehen.
Hinweis
Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. KomplementärTherapie versteht sich als ergänzende Unterstützung.
Ob eine Behandlung von deiner Zusatzversicherung übernommen wird und ob ich bei deiner Krankenkasse anerkannt bin, klärst du bitte direkt mit deiner Krankenkasse. Meine ZSR-Nummer lautet N017760.